• Kunstbezirk im Wandel - Umbau in Peking von Archstudio



    01.02.2023
    Umnutzungen alter Industriegebäude zu Betriebsstätten der Kreativwirtschaft sind auch in China längst an der Tagesordnung. Bei einer im letzten Jahr in Peking fertiggestellten Galerie geht das Spiel nun aber schon in die zweite Runde. Unter dem Namen Pifo Gallery wurde sie bereits 2009 gegründet. Nun hat das Büro Archstudio ebenfalls mit Sitz in Peking das Gebäude komplett überarbeitet. Das gelungene Ergebnis spiegelt auch das inzwischen große Selbstbewusstsein und die Professionalisierung der einst wilden Kunstszene der Hauptstadt. Die Räume der Galerie befinden sich in der berühmten 798 Art Zone im historischen Fabrikkomplex Dashanzi im Nordosten der Innenstadt. In den 1950ern entstanden hier in Kooperation von sowjetischen, ostdeutschem und chinesischen Experten*innen zahlreiche Gebäude der Elektroindustrie. Neben technischer Einrichtungen wurde dabei insbesondere die Architektur im Stil einer sachlichen Backsteinmoderne von Fachleuten aus der DDR geprägt. Noch heute ist deshalb in Bezug auf die 798 Art Zone gerne von Bauhaus die Rede. Der Sitz der Pifo Gallery fügt sich in diese Geschichte, auch wenn über die genaue Baugeschichte nichts bekannt ist. Größe, Konstruktionsweise...
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  • Verspielt statt sportlich - Kindergarten in Ricany von Architektura



    01.02.2023
    Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft gehört zu den stärksten der Welt, und die in Prag beheimateten Fußballvereine Slavia und Sparta treten in internationalen Wettbewerben an. Eingedenk dieser Tradition scheint es naheliegend, hinter einem Kindergarten mit sportlichem Schwerpunkt eine Talentschmiede für künftige Olympiagenerationen zu vermuten. Allerdings offenbart der Neubau der Einrichtung, der in Říčany südöstlich der tschechischen Hauptstadt nach Plänen des Büros Architektura (Prag) entstanden ist, bereits auf den ersten Blick, dass die Institution ganz anderen Prämissen folgt. Jenseits der Straßenfassade, die trotz ihrer Begrünung und der versetzten Anordnung der quadratischen Fenster außerordentlich seriös wirkt, löst sich das weißverputzte Volumen in vier zeltbedachte Baukörper auf. Drei der sogenannten Pagoden, deren Schindelfassaden in je einer grellen Farbe leuchten, sind im Inneren unerwarteterweise in zwei Geschosse gegliedert. Durch Erweiterung der Gruppenräume, die sich zu ebener Erde wie auch im ersten Stockwerk befinden, schaffen Architektura kleinteilige Spiel- und Rückzugsbereiche. Überragt werden sie von einem vierten Körper: Unter dem hoch aufkragenden,...
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  • Identitätsstiftende Parkgaragen - Wettbewerb für Hamburg Oberbillwerder entschieden



    01.02.2023
    Ein probates, wenn auch umstrittenes Mittel gegen Wohnungsmangel sind Stadterweiterungen auf der grünen Wiese. In Hamburg befindet sich mit Oberbillwerder ein solcher, neuer Stadtteil für circa 15.000 Menschen derzeit in Planung. Eigentümerin der entsprechenden Fläche ist die IBA Projektentwicklungsgesellschaft, die bis Ende letzten Jahres noch von der jetzigen Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Karen Pein (SPD) geleitet wurde. Zusammen mit Oberbaudirektor Franz-Josef Höing hat sie den Masterplan für Oberbillwerder nach Plänen von ADEPT (Kopenhagen) mit Karres en Brands (Hilversum/Hamburg) zuvor maßgeblich vorangetrieben. Mit 118 Hektar Fläche ist es das zweitgrößte Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs nach der HafenCity, die sich gut 12 Kilometer weiter nordwestlich befindet. Bislang gibt es hier benachbart von zwei anderen Stadterweiterungen nur Ackerfelder und Marschland. Östlich schließt die von 1967 bis 1970 errichtete Großwohnsiedlung Bergedorf-West an, südlich liegt jenseits der Trasse für Fern- und S-Bahn der Stadtteil Neuallermöhe. Künftig sollen hier bis zu 6.500 Wohnungen und 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Ausgerufenes Ziel ist die Entwicklung eines klimagerechten,...
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  • Buchtipp: Kreuze und Rutenbündel - Der italienische Kirchenbau in der Zeit des Faschismus



    01.02.2023
    Croci e fasci, zu Deutsch: Kreuze und Rutenbündel, heißt ein erstaunliches Buch, das uns zum Kirchenbau unter dem faschistischen Regime Mussolinis in Italien führt – und eine architektonisch-stilistische Bandbreite vom Razionalismo bis zum Neoklassizismus zeigt. Man spricht inzwischen vom Modell einer „multiplen Moderne“. Und: Wieder einmal stellt sich die Frage, warum in Italien – zumindest eine Zeitlang – machbar war, was unter anderen totalitären Regimes der Zeit unmöglich schien. Um dies zu beleuchten, schalten wir kurz nach Deutschland. In der NS-Zeit wurden hierzulande zwar erstaunlich viele Kirchen neu- und umgebaut, dies aber immer vor dem Hintergrund des NS-Kirchenkampfes. Das Regime duldete den Kirchenbau aus taktischer Toleranz, sorgte aber durch rigide Bauvorschriften dafür, dass diese Kirchen bodenständig, traditionell und nicht selten romanisierend ausgeführt wurden. Wenige Projekte wie die Nürnberger Reformationsgedächtniskirche (1938) hegten eine politisch-propagandistische Absicht, viele Bauten hingegen waren in den Kirchengemeinden vor Ort schon Jahre zuvor initiiert und nach 1933 lediglich im genannten Sinne (um)geplant worden. Nur wenigen Architekten wie Dominik...
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