• Gewebte Hülle - Textilfabrik in Bahrain von Leopold Banchini Architects



    18.05.2022
    Sei es ein Besucherzentrum von Valerio Olgiati, ein Kulturzentrum von OFFICE Kersten Geers David Van Severen oder ein Kunstdepot von Studio Anne Holtrop – seit ein paar Jahren glänzt der kleine Golfstaat Bahrain immer wieder mit eindrucksvollen Kulturbauten. Verantwortlich dafür ist unter anderem Noura Al-Sayeh. Die Co-Kuratorin des mit dem Goldenen Löwen geehrten Bahrainer Biennale-Beitrags in Venedig von 2010 leitet schließlich mittlerweile das Architekturdepartment der Bahrain Authority for Culture and Antiquities. Als Baustein eines größeren Vorhabens der Institution, das eine Revitalisierung und Neudefinition traditioneller Handwerke und Industrien in ganz Bahrain zum Ziel hat, stellten Leopold Banchini Architects (Genf) kürzlich im Dorf Bani Jamra im Nordwesten des Landes eine Textilweberei fertig. Gemeinsam mit Al-Sayeh realisierte das Schweizer Büro bereits 2019 einen Ausstellungsbau in Muharraq. Anders als bei dem dort errichteten minimalistischen Stahlbetongebäude setzten die Architekt*innen in Bani Jamra allerdings auf regionale Materialien und lokale Bau- und Handwerkstraditionen, um auch der Nutzung der Al Naasej Factory gerecht zu werden. So bedienten sich Leopold...
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  • Holzhybrid im Terrakottakleid - Schulbau in Gignac von Hellin-Sebbag Architectes



    18.05.2022
    Simone Veil war nicht nur die zweite weibliche französische Ministerin überhaupt, sondern ab 1979 auch erste Präsidentin des Europäischen Parlaments. Als Vertreterin demokratischer Werte und der Versöhnungspolitik wurde sie zur Namensgeberin zahlreicher Institutionen in Frankreich und darüber hinaus. Ihr Porträt ziert seit 2021 auch die Außenwand einer nach ihr benannten Schule, dem Lycée Simone Veil im französischen Gignac. Entworfen wurde der Gebäudekomplex von Hellin-Sebbag Architectes Associés (Montpellier/Paris), die Landschaftsgestaltung übernahm Guillemet (Salon-de-Provence). Der Bau liegt in Südfrankreich, inmitten der ländlichen Region Okzitanien und ist durch seine auffallende Fassade aus blau und grün glasierten Terrakotta-Platten nicht zu übersehen. Laut Aussage der Architekt*innen sollen diese die umgebende Landschaft widerspiegeln, allerdings weckt die Gestaltung im ersten Moment Assoziationen einer Kongresshalle. Das Gymnasium ist mit 14.500 Quadratmetern Fläche für bis zu 1.100 Schüler*innen konzipiert und gliedert sich um einen rautenförmigen Pausenhof, der im Süden und Norden von zwei dreigeschossigen Riegeln begrenzt wird. Dort befinden sich Unterrichtsräume und...
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  • Buchtipp: Urban Gardening extrem - Notes from the Underdog. Agriculture for Subsistence in Porto



    18.05.2022
    Manche Bücher kommen ohne viele Worte aus – und erzählen doch eine ganze Menge. Sie geben Einblicke in persönliche Schicksale und in größere Zusammenhänge, indem sie in wenigen Sätzen etwas benennen, Dinge einfach nur abbilden, das Beobachtete ordnen. Notes from the Underdog. Agriculture for Subsistence in Porto ist ein solches Buch. Auf knapp 500 Seiten widmen sich die vier Autor*innen einem Phänomen in der portugiesischen Hafenstadt Porto, das es ähnlich auch an anderen Orten gibt: informelles urbanes Gärtnern, das weder Lifestyle noch gemeinschaftliche Praxis ist, sondern in erster Linie der Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln angesichts prekärer Verhältnisse dient. Sozusagen ein Urban Gardening für das Existenzminimum. Hintergrund dieser Selbstversorgergärten an Autobahnen, unter Brücken und auf anderen Restflächen im Stadtgefüge ist die Finanzkrise 2011. Anhand von Fotografien und extrem knappen, einordnenden Beschreibungen erzählt Notes from the Underdog die Geschichten von zehn Gärten und ihren Betreiber*innen. Das Hauptaugenmerk gilt dabei insbesondere den simplen Infrastrukturen für Bewässerung, Terrassierung, Anbau oder Kompostierung und den selbstgebauten Werkzeugen,...
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  • Dichte ist Programm - Architecture Matters in München



    18.05.2022
    Wir wissen, dass wir gegenwärtig zu viel verbrauchen: Am 4. Mai 2022 waren in Deutschland bereits so viele natürliche Ressourcen aufgebraucht, wie sie rechnerisch für ein ganzes Jahr hätten reichen müssen. Auch global betrachtet verschiebt sich der sogenannte Welterschöpfungstag jedes Jahr ein gutes Stück gen Jahresanfang. Grundvoraussetzung, um sinnvoller mit der Kapazität des Planeten umgehen und die für Europa anvisierte Klimaneutralität bis Mitte dieses Jahrhunderts erreichen zu können, sind vielen Stimmen zufolge dichte, durchmischte Städte. Architecture Matters, die 2016 gegründete internationale Konferenz zur Zukunft von Architektur und Stadt, nimmt in ihrer sechsten Ausgabe die „Dense City“ in den Fokus. Am Donnerstag, 19. und Freitag, 20. Mai 2022 wird in München der Frage nachgegangen, was Dichte und Ressourcenverbrauch für das Bauen in Deutschland, aber auch weltweit bedeuten. ­­Wie kann die dichte Stadt in unseren Industrienationen funktionieren? Welche Konzepte greifen, wo müssen neue Wege beschritten werden? Und wie kann man sich der Lösung dieser Fragen gemeinsam nähern? Unter den Sprecher*innen finden sich unter anderen Eva Herr (Stadt Köln), Hala Younes (Beirut), T...
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