• Holz statt Backstein - Umbau von Herzog & de Meuron am Amherst College



    21.10.2026
    Das Amherst College gibt es schon seit 1821. Nach eigenen Angaben zeichnet es sich vor allem durch seine überschaubare Größe aus – rund 1.900 Studierende insgesamt, kaum ein Kurs mit mehr als 30 Teilnehmenden. Zugleich umfasst es ein breites und interdisziplinäres Studienangebot der Liberal Arts. Der Austausch zwischen den Fachbereichen liegt dem College also besonders am Herzen. Umso misslicher war der Umstand, dass die Mensen auf mehrere Gebäude verteilt und trotzdem insgesamt zu klein waren. Daher schrieb man einen international besetzten Einladungswettbewerb aus, den Herzog & de Meuron (Basel) gewannen. Als Kontaktarchitekt*innen waren in der Konzeptphase Beyer Blinder Belle Architects (New York City) beteiligt, danach vor Ort Sasaki Associates (Massachusetts). Ursprünglich sollte für den Neubau das bestehende Merrill Science Center von 1968 abgerissen werden. Der kantige Backsteinbau – ein Entwurf von Campbell, Aldrich & Nulty – blockierte an einem kleinen Hang einen zentralen...
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  • Weiterbau im Gewerbegebiet - Hotel in Waldkirch von bloque



    21.10.2026
    Gewerbegebiete sind keine typische Umgebung für Designhotels – selbst wenn es sich um eine malerische Ortschaft am Rande des Schwarzwaldes handelt. In Waldkirch, rund 20 Kilometer nordöstlich von Freiburg im Breisgau, ist ein solches Projekt entstanden. Es nennt sich Artbau Designhotel und entspringt einer besonderen Planungsgeschichte. Entworfen und umgesetzt hat es das Münchner Büro bloque. Ein erster Hinweis auf die Hintergründe findet sich bereits in der Adresse des Hotels. Die lautet Kastelbergstraße, auch wenn sich die eigentliche Schauseite des Gebäudes in der Grünstraße befindet. Dort liegt, als Teil des Hotels, auch ein kleines Café, das abends auch zur Bar werden kann. In der Kastelbergstraße jedoch wird man von einem zunächst ungewöhnlichen Volumen mit geschlossener Holzfassade empfangen. Dieses leitet zum rückwärtigen Teil des schmalen Grundstücks, wo schon lange das Architekturbüro Thomas Schindler seinen Sitz hat. Der Inhaber ist der Vater von Constantin Schindler, der...
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  • Dichte ohne Kompromisse - RIBA Stirling Prize 2026 für Lion Green Road



    21.10.2026
    Gleich mehrere Stirling-Veteranen versammelte die Shortlist für die höchste nationale Architekturauszeichnung im Vereinigten Königreich – das Rennen machten die einzigen Neulinge. Lion Green Road in Coulsdon, Süd-London, von Mary Duggan Architects mit RUFF Architects (beide London) hat den RIBA Stirling Prize 2026 gewonnen. Mit dem kommunal finanzierten Ensemble aus 157 Wohneinheiten honoriert das Royal Institute of British Architects die architektonische Qualität im sozialen Wohnungsbau. Es ist erst das vierte Wohnungsbauprojekt, das den Stirling Prize in dessen 30-jähriger Geschichte gewinnt. Das baumbestandene Grundstück am Rand von Coulsdon wies ein Gefälle von acht Metern auf. Die schwierige Topografie machten sich Mary Duggan Architects für eine Bebauung zunutze, die die geforderte Dichte sogar verdoppelte. Fünf unterschiedlich hohe, prismatische Baukörper als „Pavillons im Park“entstanden in der Vorstadtlandschafts Croydons. Die Anordnung nutzt die unterschiedlichen Höhenlagen...
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  • Neuer Hochpunkt für die Europacity - Bürohaus in Berlin von Kleihues + Kleihues



    20.10.2026
    Das Bürogebäude Upbeat ist fertig. Damit hat die Europacity, das neue Stadtviertel nördlich des Berliner Hauptbahnhofs, ihre Nordspitze erreicht. Zwischen den Infrastrukturschneisen der großen Bahntrassen, die hier ein Dreieck bilden, und dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal ragt das 82 Meter hohe Hochhaus steil auf. Der Entwurf stammt von Kleihues + Kleihues (Berlin), die 2018 einen zweistufigen Wettbewerb des Investors CA Immo gewonnen hatten. Der Entwurf gliedert die 50.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche in drei Abschnitte, die nach Norden hin von fünf auf elf und schließlich auf 19 Geschosse ansteigen. Die weich geschwungene Fassade misst auf den Längsseiten stolze 120 Meter. Das Upbeat formuliert damit auch eine städtebauliche Antwort auf die Hochhäuser wie den Tour Total von Barkow Leibinger, der am Hauptbahnhof das andere Ende – oder den Anfang? – der Europacity markiert. Wie oft bei Kleihues + Kleihues ist die Einteilung in Sockel, Mittelteil und Abschluss gut zu erkennen....
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