• Gezähmte Wildnis - BAUNETZWOCHE#588



    02.12.2021

    • Dossier: Zoologische Gärten und Aquarien sollen heute nicht nur Erlebnisräume sein, sondern zum Nachdenken und Handeln motivieren. Sie müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse von Zoologinnen, Besuchern und Tieren angemessen berücksichtigen. Das beeinflusst auch die Architektur. Insbesondere neue Aquarien sorgen in den letzten Jahren international für Aufsehen.
    • ARGE ohne Architekt*in: Warum dem neuen Schiffshebewerk Niederfinow etwas mehr ästhetische Expertise gutgetan hätte.
    • Materialität des Sozialen: Wie der junge Oswald Mathias Ungers beim Entwurf eines pädagogisch progressiven Internats im Ruhrgebiet zum Brutalismus fand.
    Titel: Totenkopfaffen-Anlage in Knies Kinderzoo in Rapperswil (2004) von Müller & Truniger. Foto: Jakob Rope Systems AG
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  • Zwischen Herberge und Co-Working - Seminarhaus im Remstal von Studio Ö



    02.12.2021
    Das Remstal beginnt östlich von Stuttgart und führt von dort in gerader Linie Richtung Aalen am Rand der Schwäbischen Alb. Die Natur ist hier schön, und auch architektonisch tut sich einiges. Im Rahmen der Remstal Gartenschau entstanden 2019 beispielsweise sechzehn Pavillons von Architekt*innen wie Barkow Leibinger, Arno Brandlhuber oder Hild und K. Keine schlechte Umgebung also, um dem alltäglichen Trott zu entkommen mit dem Ziel, sich voll und ganz auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Hierfür gibt es im kleinen Weiler Baach seit kurzem ein Seminarhaus, das von Studio Ö entworfen wurde. Anna Wöllhaf und Christoph Brösamle betreiben ihr Büro im benachbarten Weinstadt. 

Das Vorhaben entstand auf Initiative der jungen Gastronomin Nina Kiesel, deren Familie gegenüber einen Gasthof betreibt. Ursprünglich stand hier ein altes Bauernhaus, dessen Struktur und damit Erhalt sich für das Projekt aber als nicht tauglich erwiesen hatte. Stattdessen entstand ein Neubau, der sich seiner Kubatur nach gut in die Umgebung einfügt. Das in diesem Kontext vielleicht ungewöhnliche Programm zwischen Herberge, Veranstaltungsort, Klausur und Co-Working-Space lässt sich zwar anhand der großen Fenster...
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  • Van de Velde-Bau in neuem Glanz - Sanierung von Robbrecht en Daem in Gent



    02.12.2021
    Die belgische Stadt Gent pflegt eine Tradition des Turmbaus: Bis ins frühe 20. Jahrhundert wurde die Skyline von den drei mächtigen, mittelalterlichen Türmen der Sint-Niklaas-Kirche, der Sint-Baafs-Kathedrale und dem 91 Meter hohen Glockenturm der Stadt beherrscht, der nicht nur der höchste von Belgien ist, sondern auch als besonders sicheres Stadtarchiv dient. Als also 1933 der Architekt Henry Van de Velde (1863-1957) beauftragt wurde, auf einem hochgelegenen Grundstück eine Universitätserweiterung mit Bibliothek zu entwerfen, kam es nicht ganz überraschend, dass sein Entwurf auch einen 64 Meter hohen „Bücherturm“ vorschlug. Gebaut wurde dieser erste moderne Turm zu Gent von 1933-1954 in Eisenbeton, mit viel Sichtbetonflächen und damals noch ganz neuer Gleitschalung. Schon zur Eröffnung 1942 gehörte der Boekentoren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war eine umfassende Modernisierung bereits überfällig. Zum Turm gehört auch ein großes, meist dreistöckiges Gebäude, das einen großen Innenhof umfasst. Insgesamt verfügt der Komplex über gut 20.000 Quadratmeter Nutzfläche. Alleine die Bücher, Grafiken und Drucksachen der...
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  • Großer Stadt- und Raumplaner - Zum Tod von Carl Fingerhuth



    02.12.2021
    Am 15. November verstarb Carl Fingerhuth. Der 1936 in Zürich geborene Architekt war von 1979–1992 Kantonsbaumeister in Basel-Stadt. Seitdem hat er als Kritiker, Publizist und Mitglied in zahlreichen Gestaltungsbeiräten und Preisgerichten Architektur und Städtebau nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland mitgeprägt. Im BauNetz-Archiv finden sich über 40 Beiträge zu Wettbewerben, an deren Jurys Carl Fingerhuth beteiligt war, darunter Entscheidungen zum Karlsplatz in Stuttgart, zum Überseequartier in der HafenCity, zur Ruhr-Uni Bochum oder zum Berliner Hauptbahnhofsareal. Anstelle eines Nachrufes lassen wir Carl Fingerhuth noch einmal selbst zu Wort kommen. Den Text haben wir mit freundlicher Genehmigung dem 2019 bei Edition Hochparterre erschienenen Band „Im Rückspiegel. Gestalterinnen und Gestalter erzählen ihr Leben“ entnommen. Gesprächsaufzeichnung vom Juni 2018: Rahel Marti Häuser sind die Buchstaben einer Stadt. Die Stadtplanung ist ihre Grammatik. Damit aus Buchstaben und Grammatik Literatur wird, braucht es den Städtebau. Diese Erkenntnis nahm ich mit aus Basel nach 14 Jahren als Kantonsbaumeister. Städtebau heißt: Zuerst kommt der Stadtraum. Der öffentliche Raum....
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