• Schwung statt Disziplin - Auditorium von Qarta Architektura in Tschechien



    03.07.2020
    Silber wird in Jihlava schon seit Jahrhunderten nicht mehr abgebaut, doch trotz mehrerer Großbrände und Kriege sieht man der Mittelstadt anderthalb Stunden südöstlich von Prag ihren historischen Reichtum noch immer an. Pittoresk geht es in der Altstadt zu, aber am Stadtrand wird auch im größeren Maßstab produziert. Unter anderem unterhalten hier einige Automobilzulieferer Niederlassungen. Zwischen Bergbauvergangenheit und industriell geprägter Gegenwart macht es also mehr als Sinn, dass hier trotz überschaubarer Einwohnerzahl 2004 eine Polytechnische Hochschule gegründet wurde. Deren Sitz befindet sich in einem pentagonalen Gerichtsgebäude von 1905, das zweitweise auch als Gefängnis, pädagogische Lehranstalt und Landwirtschaftsschule genutzt wurde. Qarta architektura haben den Komplex um ein Auditorium und eine moderne Erschließung ergänzt. Das Hochschulgebäude mit seiner strengen Grundform steht am Rand des historischen Zentrums, am Übergang zu einer etwas offeneren Stadtstruktur. Die Intervention der Architekt*innen aus Prag dockt an den nordöstlichen Flügel des Gebäudes an, den sie zugleich saniert haben. Im Innenhof ergänzen sie einen Aufzugsturm und versehen das bestehende...

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  • Ehrlich und privat - Einfamilienhaus in Morelia von Sin Título Arquitectura



    03.07.2020
    Eine sensible Balance zwischen dem selbstverständlichen Wunsch nach Privatheit und einem ausgeprägten Sinn für nachbarschaftliche Zugehörigkeit – darum ging es bei einem Haus für ein Ehepaar in einer ruhigen Wohngegend am südwestlichen Stadtrand von Morelia, der 600.000 Einwohner-Stadt drei Autostunden westlich von Mexico City. Der Entwurf geht auf das ebenso in Morelia ansässige Büro Sin Título Arquitectura zurück, das den vorangegangenen intensiven und produktiven Austausch mit den Bauherrinnen betont. Das zweigeschossige Haus steht auf dem nordöstlichen Eckgrundstück eines Wohnblocks. Am exponierten Eckbereich wurde als Übergang zwischen dem öffentlichen zu dem privaten Raum ein Vorhof angelegt, in dem sich der Haupteingang befindet. Zusammen mit dem Treppenhaus, das auch das Dachgeschoss erschließt und als schmales Volumen über die zwei Geschosse hinausragt, wird ein abgestufter Baukörper gebildet, der eine zurückhaltende, aber dennoch prägnante Ecksituation gebildet. Privatheit der Wohnräume im Erdgeschoss wird durch ihre Orientierung und Öffnung zu einem schmalen Lichthof und einem Patio an der westlichen Rückseite hergestellt. Die Minimierung von Fensteröffnungen zur Straße...

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  • Klinker im Betonbett - Hotel im Münchner Werksviertel von Hild und K Architektur



    03.07.2020
    Alternative Kunst- und Partynutzungen gehen, Hotellerie, Gewerbe und das Konzerthaus kommen – das Werksviertel am Münchner Ostbahnhof, einst bekannt für seine Clubs und das Kulturzentrum Kultfabrik, befindet sich mitten in einer umfangreichen Umstrukturierung zum neuen Stadtquartier. Einer der architektonischen Neuzugänge, das Werk 17, kommt von Hild und K Architektur: Das vom Büro mit Sitz in München und Berlin entworfene und ganz in Rot gehaltene Hotelgebäude der Gambino-Gruppe öffnete kürzlich seine Türen für den Besucherverkehr. Als Reaktion auf den industriellen Charakter des Areals, auf dem einst die Pfanni-Kartoffelfabrik stand und das noch von Lager- und Fabrikhallen geprägt ist, entschieden sich Hild und K für die Materialien Klinker und eingefärbter Beton. Errichtet wurde der Neubau zudem in ökonomischer Fertigteilbauweise: Neben den Fassadenelementen wurden auch Filigrandecken und -wände sowie die Bäder vorproduziert. Um die klassische Plattenbauoptik zu vermeiden, wurden in die vorgefertigten Fassadenmodule schuppenartig großformatige Ziegel eingelegt, sodass ein Relief entsteht. Diese Geste wollen Hild und K zum einen als Reminiszenz auf die historischen Ziegelbauten...

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  • Startschuss für die Wissensstadt - Masterplan für IBA Heidelberg von KCAP



    03.07.2020
    Einen ganzen Stadtteil neu zu denken und zu bauen – so eine Möglichkeit bietet sich in einer an baukulturellem Erbe so reichen Stadt wie Heidelberg nicht alle Tage. Doch seit einiger Zeit entsteht auf den ehemaligen Güterbahnhofsflächen südwestlich des Hauptbahnhofs die derzeit größte Passivhaussiedlung weltweit, die Bahnstadt. Und nun hat der Heidelberger Gemeinderat den dynamischen Masterplan von KCAP (Zürich) für „die Wissensstadt von Morgen“ bewilligt, die zweite großmaßstäbliche Planung in diesem Jahrhundert. Die Stadt realisiert gemeinsam mit Partnern und der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg die Mustersiedlung PHVision, auf der etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernten größten Konversionsfläche Heidelbergs: der ehemaligen US-Wohnsiedlung Patrick-Henry-Village. Bei der Größe ist klar, dass es sich hierbei um das wichtigste Projekt der IBA Heidelberg handelt. Als eine autarke Wohnsiedlung – eigenes Einkaufszentrum, Kino, Feuerwehrhaus, Schulen, Kindergärten, eine Bibliothek, eine Kirche, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen – wurde die Patrick-Henry-Village für US-amerikanische Militärangehörige und deren Familien in den 1950er-Jahren gebaut. 2013 räumte...

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