• Ein Teppich für die Pause - Werkstattgebäude in Graz von Michael Wallraff



    16.11.2018
    Sein neuer Werkstattbau für die Berufsschule in Graz sei ein gesellschaftspolitisches Statement in einer reformbedürftigen Bildungslandschaft, schließt der Wiener Architekt Michael Wallraff in der Presseerklärung zum Projekt. Und tatsächlich überrascht das neue Gebäude mit einem Selbstbewusstsein, das keiner großen Gesten, wohl aber komplexer Geometrien bedarf. Den Wettbewerb hatte Wallraff bereits 2007 gewonnen – und der Architektur sieht man mit ihrer Mischung aus dekonstruktivistischen Motiven und parametrischem Know-how die lange Planungsphase durchaus an. Das Projekt auf seine wilde Formensprache zu reduzieren, wäre allerdings falsch. Der Neubau ist Teil eines größeren Masterplans, der die Verdichtung der Ränder des Berufsschulstandorts im Grazer Südosten vorsieht. Das erklärt vielleicht auch die Zweigesichtigkeit von Wallraffs Neubau, der sich zum benachbarten Friedhof hin bei fünf Geschossen ziemlich zurückhaltend zeigt. Die horizontalen Brüstungsbänder lassen hier fast schon an einen Gewerbebau aus der Nachkriegszeit denken. Im Blockinneren entfaltet sich das Gebäude hingegen mit vielfach verschachtelten Schrägen und Ebenen, die sich in eine begehbare Dachlandschaft...

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  • Gebaut nach 50 Jahren - Schaudepot der Rostocker Kunsthalle von buttler und matrix



    16.11.2018
    Die Rostocker Kunsthalle ist der einzige Neubau einer Kunsthalle der DDR-Moderne. In den 1960er-Jahren war sie nach Plänen von Hans Fleischhauer und Martin Halwas entstanden, 1969 eröffnete sie. Bereits damals hatten die Architekten einen Erweiterungsbau angedacht. Ende September – fast 50 Jahre später – konnte dieser nun als Schaudepot auch eröffnet werden. Die Pläne stammen von den ortsansässigen Büros buttler architekten und matrix Architektur, die für den Neubau sowie für die Sanierung des Bestandsbaus eine Arbeitsgemeinschaft bildeten. Bauherrin ist die Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung Rostock KOE. Nötig geworden war das Schaudepot, weil die Lagermöglichkeiten für die inzwischen 9.000 Kunstwerke ihre Kapazitätsgrenze im Bestand erreicht hatten. Möglich geworden war es durch Fördergelder des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“. Vier der fünf Millionen Euro Investitionskosten konnten darüber gedeckt werden. Zum Vergleich: 1969 kostete der heutige Bestandsbau vier Millionen Mark. Die lange Planungsgeschichte erscheint wie ein Pendant zur zeitgleich nach Plänen von Hanns Schönecker entstandenen Modernen Galerie in Saarbrücken, die 2017 einen Anbau...

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  • Sanierung oder Abriss? - Reaktionen auf Bauschäden an der Berliner Bundestagserweiterung



    16.11.2018
    Es soll sein „schönstes und größtes Bauwerk” sein, zitiert der Rundfunk Berlin Brandenburg den Architekten Stephan Braunfels zum Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Das komplexe Gebäude an der Spree stellt mit seiner von schmalen Stützen getragenen Dachplatte und den breiten Treppenanlagen das Schlussstück des Berliner Regierungsviertels dar. Es liegt am Ende des sogenannten Band des Bundes zwischen Luisenstraße und Spree. 1998 hatte Braunfels den ersten Teil des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses entworfen, in dem seit 2003 insgesamt 600 Büros für Abgeordnete des Bundestages eingerichtet sind. Die Arbeiten für die 2004 beschlossene Erweiterung mit 300 zusätzlichen Büros begannen 2010. Zunächst 2012, dann 2015 sollten diese eigentlich abgeschlossen sein. Doch erhebliche Baumängel verzögern die Eröffnung des neuen Traktes. Vor allem ist die Bodenplatte undicht und Wasser sickert durch. Noch vor seiner Fertigstellung muss der Bau deshalb saniert werdem. Die Kosten sind von den ursprünglich veranschlagten 190 Millionen Euro bereits auf 223 Millionen Euro gestiegen. Ende letzter Woche hat der Vorsitzende der Baukommission des Bundestages Wolfgang Kubicki (FDP) gegenüber der Frankfurter Allgemeinen...

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  • Utopie im Schlaufenformat - ZHA erweitern Moskau



    16.11.2018
    Was es genau für die Architektur bedeutet, die in Zukunft in Form gigantischer Schlaufen im Westen Moskaus entstehen soll, bleibt offen – doch die Erläuterung von Christos Passas trumpft als techno-soziale Stadtutopie. Der Projektleiter bei Zaha Hadid Architects (London) verantwortet den spektakulären Wettbewerbsentwurf zu Moskaus neuem Stadtteil Rublyovo-Arkhangelskoye, für den das Büro kürzlich den Zuschlag für die Umsetzung erhielt: „Wir entwickeln eine smarte vernetzte Stadt, die den Menschen ins Zentrum rückt, nicht nur durch innovative Technologien, sondern auch durch mehr Öffentlichkeit“, so Passos. Gemeinsam mit TPO Pride Architects (Russland) werden Zaha Hadid Architects nun einen Teil des insgesamt 460 Hektar großen, neuen Stadtteils Rublyovo-Arkhangelskoye westlich des Moskauer Stadtzentrums entwickeln. 66.500 Einwohner, neue Schulen, Kliniken, Verkehrsinfrastruktur und Einkaufsviertel sowie kulturelle Einrichtungen sollen dort in den nächsten Jahren entstehen. Die großen Schlaufen von Zaha Hadid Architects mit ihren vielen Verbindungsbrücken, abgetreppten Fassaden und den zentralen Türmen sollen derart gestaltet sein, dass die „Interaktion der Bewohner untereinander...

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