• Jugendzentrum rettet Busdepot - Umbau in Karlsruhe von AAg und Drescher Michalski



    23.10.2026
    Es war beschlossene Sache, die Hallen eines ehemaligen Busdepots in Karlsruhe sollten einem Park weichen. Doch dann stellte man fest, dass ein lokaler Skateverein und ein soziales Projekt für junge Fußballfans des KSC neue Räumlichkeiten suchten. AAg Architekten (Heidelberg) und Drescher Michalski Architekten (Karlsruhe) haben die im besten Sinne pragmatische Umnutzung des langgezogenen Stahlbetonbaus geplant. In den sogenannten RVS-Hallen wurden früher die Fahrzeuge der Regionalbusverkehr Südwest (RVS) gewartet und repariert. Sie gehörten zum Busdepot in der Karlsruher Oststadt aus den 1930er Jahren. Nachdem der Verkehrsbetrieb ausgezogen war, ließ die Stadt den zugehörigen Verwaltungsbau und einen Teil der Werkstatthallen für den auf Spiel und Bewegung ausgelegten Otto-Dullenkopf-Park umfunktionieren. Seit 2023 finden hier nun Büro-, Veranstaltungs- und Trainingsflächen des benachbarten Kinderzirkus Platz. Die Sanierung planten AAg, Drescher Michalski übernahmen LP 8-9. Der Abbruch...
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  • Rückzug in Beton - Atelier in Leuven von Office Kersten Geers David Van Severen



    23.10.2026
    Der belgische Maler und Zeichner Rinus Van de Velde wurde mit raumfüllenden Kohlezeichnungen bekannt, in denen er fantastische, teils autofiktive Geschichten erzählt. Seitdem hat er sein Repertoire stetig erweitert: Buntstiftzeichnungen, Keramik-Skulpturen, Kartoncollagen und Kurzfilme, für die er selbst die Kulissen baut. Zu seinen bestehenden Ateliers in Borgerhout und Merksem fehlte ihm ein Ort, an dem er ungestört arbeiten kann – ein Rückzugsort abseits der Stadt. In seiner Heimatstadt Leuven fand er ein Eckgrundstück am südlichen Stadtrand, auf dem ein ausgebranntes Haus stand. Für den Neubau wandte er sich an Office Kersten Geers David Van Severen aus Brüssel, deren Arbeit er von seiner Galerie in Antwerpen kannte. Was auf dem grünen Grundstück entstand, ist ein schlichter Betonkubus – rau, abstrakt, eher Werkzeug als Wohnhaus. Das am Stadtrand gelegene Gebiet ist hochwassergefährdet. Daher hat der Neubau umlaufend runde Öffnungen im Sockel, die eine kontrollierte Flutung des...
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  • Amen zur Natur - Zu Besuch auf der Architekturtriennale in Oslo



    23.10.2026
    [[vollformatbild:14]]Mal sind es 35, mal 40 Prozent. Doch sie fallen immer wieder bei der neunten Architekturtriennale in Oslo: Zahlen, die aufzeigen, dass mehr als ein Drittel der weltweiten CO₂-Emissionen auf die Bauindustrie zurückgeht. Bekannt ist das längst, dringlich bleibt es trotzdem. Dass Architekt*innen und Fachplanende in der Verantwortung stehen, wird zunehmend deutlich. Ebenso deutlich ist aber, dass ein grundlegender Wandel weit über die eigene Disziplin hinausgehen muss – in die Politik und in die Wirtschaft. Das Motto der diesjährigen Triennale kehrt die gewohnte Perspektive deshalb unter dem Titel „What if Nature Comes First?“ um und zielt auf ein Gedankenexperiment ab: Was wäre, wenn nicht die Ökonomie den Vorrang hätte und die Regeln bestimmte, sondern die Natur? So utopisch und unrealistisch die Vorstellung zunächst klingen mag, so konkret, wenn auch teils sehr spezifisch und kleinteilig, fallen die Antworten der 32 internationalen Beiträge aus....
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  • Holz statt Backstein - Umbau von Herzog & de Meuron am Amherst College



    21.10.2026
    Das Amherst College gibt es schon seit 1821. Nach eigenen Angaben zeichnet es sich vor allem durch seine überschaubare Größe aus – rund 1.900 Studierende insgesamt, kaum ein Kurs mit mehr als 30 Teilnehmenden. Zugleich umfasst es ein breites und interdisziplinäres Studienangebot der Liberal Arts. Der Austausch zwischen den Fachbereichen liegt dem College also besonders am Herzen. Umso misslicher war der Umstand, dass die Mensen auf mehrere Gebäude verteilt und trotzdem insgesamt zu klein waren. Daher schrieb man einen international besetzten Einladungswettbewerb aus, den Herzog & de Meuron (Basel) gewannen. Als Kontaktarchitekt*innen waren in der Konzeptphase Beyer Blinder Belle Architects (New York City) beteiligt, danach vor Ort Sasaki Associates (Massachusetts). Ursprünglich sollte für den Neubau das bestehende Merrill Science Center von 1968 abgerissen werden. Der kantige Backsteinbau – ein Entwurf von Campbell, Aldrich & Nulty – blockierte an einem kleinen Hang einen zentralen...
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